Stillen und Zufüttern - Hinweise für das erste Lebensjahr

Lesen Sie bei uns viele interessante Hinweise zum Stillen und Zufüttern, für das erste Lebensjahr, laut dem Ernährungsplan für Baby's. In den ersten Lebensmonaten ist die Milch das alleinige Nahrungsmittel für Ihr Baby. Mit Zunahme der Aktivitäten Ihres Kindes, steigt auch der Energiebedarf. Oft reicht dann Milch allein nicht mehr aus. Sie können mit dem Zufüttern beginnen.

Richtiges Stillen ist kein reiner Urinstinkt, man muss das Stillen erst erlernen. Sowohl Sie, als als auch Baby müssen erstmal üben, bis es richtig klappt. Die ersten Tage nach der Geburt sind optimal zum üben. Sicher zeigt Ihre Hebamme Ihnen gerne, wie Sie Ihr Kind richtig anlegen und entspannt halten können.

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Das Stillen

Tipps für das richtige Anlegen beim Stillen:

Nachdem Sie Ihre Lieblingshaltung eingenommen haben, nehmen Sie Ihre Brust in die Hand, umfassen Sie die Brustwarze mit Mittel- und Zeigefinger und führen sie in Richtung Babymund. Achten Sie dabei darauf, die Brustwarze immer senkrecht in den Mund zu führen. Wichtig ist, dass Ihr Baby beim Saugen den ganzen Warzenhof mit seinem Mund umschließt. Hat Ihr Baby mit dem Saugen begonnen, können Sie die Brust loslassen, Ihr Baby saugt sich mit erstaunlicher Kraft fest.Um Ihr Baby von der Brust abzunehmen, können Sie Ihren kleinen Finger zwischen Brustwarze und Mundwinkel des Babys schieben, dadurch wird der Sog unterbrochen.

Stillen und Zufüttern

Wichtiger Hinweis: Lassen Sie Ihr Baby nach dem Trinken ein Bäuerchen machen, damit Luft, die es geschluckt hat, entweichen kann.

Tipps für die richtige Körperhaltung:
Sie können Ihr Baby im Sitzen oder Liegen stillen. Im Sitzen können Sie für die entspannte Haltung ein großes Kissen, oder ein Stillkissen unter den Arm legen. Entweder stellen Sie die Beine dann auf eine Fußbank oder sie setzen sich in den Schneidersitz. Ihr Baby halten Sie dabei quer vor Ihren Körper, das Köpfchen liegt in Ihrer Armbeuge. Möchten Sie gerne im Liegen Stillen, legen Sie sich auf die Seite, Ihren Oberarm können sie lang machen und Ihren Kopf darauf legen. Ihr Baby liegt etwa in Höhe Ihrer Achselhöhle, ziehen Ihr Baby soweit zu sich ran, dass Sie Bauch an Bauch liegen.

Wie oft können Sie Ihr Baby anlegen?

In der ersten Zeit wird Ihr Baby etwa alle zwei Stunden Hunger haben, die Abstände vergrößern sich nach kurzer Zeit auf drei bis vier Stunden.

Wie lange sollte das Baby trinken?

Ihr Baby kann an jeder Brust mindestens fünfzehn Minuten trinken. Gerade in der Anfangszeit kann es auch noch länger dauern. Beobachten Sie dabei, ob Ihr Baby tatsächlich noch trinkt, oder nur nuckelt. Sehen Sie keine Schluckbewegungen am Hals, können Sie Ihr Baby abnehmen.

Wie viel trinkt das Baby?

In den ersten Tagen trinkt Ihr Baby die eiweißreiche Vormilch, auch Kolostrum genannt. Diese Milch ist gut verdaulich, da sie wenig Fett und Zucker enthält. Nach etwa drei Tagen wird aus der Vormilch die Übergangsmilch, diese enthält mehr Kohlenhydrate und Fett.
Ab ca dem zehnten Tag produziert Ihr Körper die Muttermilch in vollendeter Form. Diese erhält Ihr Baby nun in den nächsten Monaten. Der Nahrungsbedarf richtet sich nach dem Körpergewicht Ihres Babys. 
In den ersten drei Lebensmonaten benötigt Ihr Baby ein fünftel bis ein sechstel seines Körpergewichtes. Im vierten bis sechsten Monat benötigt Ihr Baby ein sechstel bis ein siebtel seines Körpergewichtes , ab dem sechsten Lebensmonat etwa ein achtel seines Körpergewichtes. Zur Kontrolle können Sie Ihr Baby vor und nach dem Stillen wiegen. Dazu zählen Sie die Differenzen über 24 h zusammen, so erhalten Sie die Trinkmenge des Tages. Nimmt Ihr Baby ganz normal zu und ist zudem gesund, können Sie weitestgehend auf das Wiegen verzichten.
Als Faustregel gilt, hat Ihr Baby mindestens sechs nasse Windeln innerhalb vierundzwanzig Stunden, bekommt es genug zu trinken.

Stillen und Zufüttern?

Wann sollte man beim Stillen zufüttern?
Die Muttermilch allein genügt Ihrem Baby in den ersten Lebensmonaten. Die Muttermilch dient zum Durstlöschen und als Sättigungsmittel.

Wichtiger Tipp:

An heißen Sommertagen können Sie Ihr Baby einfach öfter anlegen. Eine zusätzliche Gabe von Tees oder Wasser ist in den ersten Monaten meist nicht notwendig. Ausnahmen gibt es bei Erkrankungen. Fragen dazu beantwortet Ihnen gerne Ihre Hebamme oder Ihr Kinderarzt.

Manchmal bekommen Babys nicht genug Nahrung über das Stillen, die Ursachen dafür können vielfältig sein. In dem Fall ist eine Zwiemilchernährung ratsam. Das ist eine Kombination aus Muttermilch und Flaschennahrung.

Ab dem sechsten Lebensmonat ändert sich der Energiebedarf Ihres Babys, denn Ihr Baby wird zunehmend mobiler. Sie können nun beginnen Ihr Baby mit etwas Brei zu füttern und weiterhin die Brust anzubieten. Das Abstillen erfolgt natürlich nicht sofort. Ganz allmählich gewöhnen Sie Ihr Baby an feste Nahrung und Sie beginnen mit dem Abstillen.

Tipps zur Beikost finden Sie hier…

Wie können Sie abstillen?

Für Ihr Baby ist es angenehm, wenn Sie ihm morgens und abends die Brust geben. Mittags können Sie ein paar Löffel Brei zufüttern und im Anschluss die Brust geben. Nach etwa einer Woche können Sie zu der entsprechenden Mahlzeit nur noch Brei geben. In diesem Rhythmus können Sie so nach und nach alle Milchnahrungen auf Breikost umstellen. Ihr Milchfluss wird auf diese Art immer mehr zurückgehen, bis er ganz versiegt.

Die Flaschennahrung enthält ebenso wie die Muttermilch alle Energiebausteine wie Kohlenhydrate, Fette, Eiweiße, Mineralstoffe und Vitamine.

Viele Frauen möchten Ihr Baby gerne stillen, aber Sie produzieren zu wenig Milch, auch in diesem Fall sollte Ihr Säugling zugefüttert werden. Die Ursachen für dieses Problem können verschieden sein. Die Mutter kann unter Stress leiden, das Kind selber hat noch nicht die nötige Kraft zum Saugen…

Oft kann die Hebamme in solchen Fällen beratend zur Seite stehen.

Hier erfahren Sie nun Tipps um Stillen und Zufüttern zu können. Wenn Sie Ihr Baby mit dem Fläschchen zufüttern, gilt es einiges zu beachten. Die Wahl der Milchnahrung muss getroffen werden, Sauger, Fläschchen müssen vorhanden sein.

Wenn Sie sich unschlüssig sind, welche Milchnahrung die richtige ist für Ihr Baby, konsultieren Sie den Kinderarzt. Auf jeden Fall sollten Sie ein Ausprobieren von verschiedenen Produkten lieber nicht riskieren, da das zu Verdauungsproblemen führen kann.

Zubehör beim Stillen und Zufüttern:

Trinkflaschen werden aus Glas oder Plaste angeboten. Beide sind hitzebeständig. Plasteflaschen sind leichter als Glasflaschen. Plasteflaschen können sich mit der Zeit eintrüben, Glasflaschen bleiben klar.

Bei den Saugern können Sie zwischen Silikon oder Kautschuk wählen. Meist werden Kautschuksauger eher von Babys angenommen, da sie sich natürlicher anfühlen. Sie werden nach einiger Zeit weich und etwas klebrig und sollten dann ersetzt werden. Sie können mit der Größe 1 starten.

Wasser können Sie auf Tagesvorrat abkochen und zu den Mahlzeiten erwärmen. Geeignet ist Leitungswasser oder Mineralwasser, es sollte für die Zubereitung von Babynahrung zugelassen sein. Es gibt sehr viele verschiedene Milchpulver. Welches am besten geeignet ist, um Ihren Säugling zu füttern, können Sie mit dem Kinderarzt absprechen.

Zubereitung eines Fläschchens

Kochen Sie Wasser für das Fläschchen ruhig auf Vorrat ab. Sie können abgekochtes Wasser in eine Thermoskanne geben und warm halten. Einen Teil des Wassers benötigen Sie zum Aufgießen mit dem Pulver. Das Wasser, dass  nach dem ersten Anmischen zugegeben werden muss , können Sie in einer weiteren Babyflasche abkühlen lassen.

Geben Sie die erforderliche Menge heißes Wasser (max. 50°C) in das Fläschchen, dann fügen Sie das Milchpulver in der entsprechenden Menge hinzu. Sie können zum leichteren Einfüllen einen Trichter verwenden.Jetzt verschließen Sie das Fläschchen mit dem Plasteplättchen im Verschluss. Die Flasche wird in leichter Schräglage kräftig geschüttelt. Anschließend können Sie mit abgekühltem Wasser bis zum entsprechenden Füllstand auffüllen. wird der Rest des Wassers zugegeben und die Flasche nochmals kurz geschüttelt. Nun können Sie den Sauger aufsetzen. Ist das Fläschchen zubereitet, nehmen Sie eine entspannte Haltung ein, wie beim Stillen auch, und füttern Ihr Baby. Genießen Sie diesen innigen Kontakt beim Füttern Ihres Säuglings. Nach dem Trinken heben Sie Ihr Baby zum Bäuerchen machen hoch und klopfen sanft auf den Rücken. Klappt es damit mal nicht gleich, können Sie Ihr Baby auch erst mal hinlegen. Manchmal braucht die Luft einfach etwas länger auf dem Weg nach oben.

Folgende Themen, die Sie interessant finden können:

Babybrei
Tipps rund um Babys Ernährung
Ernährungsplan
Beikost

Wichtige Tipps für das Stillen und Zufüttern:

Achten Sie darauf, dass das Wasser nie zu heiß ist, sonst können wichtige hitzeempfindliche Vitamine und Eiweiße zerstört werden.

Jedes Fläschchen sollte aus hygienischen Gründen frisch zubereitet werden.

In den ersten acht Lebensmonaten empfehlen wir Ihnen die Flaschen und Sauger nach dem Gebrauch zu reinigen und zu sterilisieren. Die Flaschen spülen Sie mit kaltem Wasser aus und reinigen sie anschließend mit einer Flaschenbürste und Spülmittel. Sind Rückstände der Milch im Sauger, reiben Sie diese einfach mit Salz aus. Anschließend kochen Sie Sauger und Flaschen im Topf ca 10 Minuten aus. Im Anschluss können Sie die Utensilien auf einem Handtuch trocknen lassen und dann im Schrank verstauen.

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