Impfkalender für Baby's und Kleinkinder

Eltern stellen sich die Frage: “Sind Impfungen überhaupt notwendig?” Wichtig ist zu wissen, jede Impfung ist ein vorbeugender Schutz gegen gefährliche Infektionskrankheiten. Es gibt Impfungen, die als sehr wichtig anzusehen sind, weil viele Krankheiten, gegen die nicht geimpft wird, tödlich enden können, oder aber schwerste Schäden beim Kind zurück bleiben würden. Bei uns finden Sie einen Impfkalender für Baby's, den Sie sich gerne ausdrucken können. Behalten Sie so alle Impftermine im Blick.

Wir zeigen Ihnen hier, gegen welche Krankheiten Sie Ihr Baby impfen lassen Können. Auch gehen wir auf mögliche Nebenwirkungen der Impfungen ein.
Sie erhalten einen Impfkalender, der Sie über das Babyalter hinaus über wichtige Impfungen informiert. Bei Bedarf können Sie sich diesen Impfkalender kostenlos auszudrucken.
Wir geben Ihnen Tipps, wie der kleine schmerzhafte Picks einer Impfung nicht ganz so schlimm wird.
Über jede Krankheit, die sich durch das Impfen fast gänzlich ausschließen lässt, geben wir Ihnen eine kurze Beschreibung . Wenn man die Schwere und den Verlauf dieser Krankheiten betrachtet, fällt Ihnen die Entscheidung für oder gegen eine Impfung hoffentlich leichter.

Ihr Baby Online Team!

DPT (Diphtherie, Pertussis, Tetanus)

Diphtherie ist eine durch Bakterien verursachte Infektion, die durch Tröpfchenbildung übertragen werden kann. Die Krankheitserreger sondern Exotoxin Diphtherietoxin ab, dass zu schweren Komplikationen, wie Herzmuskelentzündungen führen kann.

Pertussis auch als Keuchhusten bekannt, ist eine durch Bakterien ausgelöste hoch ansteckende Infektionskrankheit. Die Hustenattacken können bei Säuglingen lebensbedrohlich- bis zum Atemstillstand verlaufen.

Tetanus ist eine häufig tödlich verlaufende Infektionskrankheit. Die muskelsteuernden Nervenzellen werden geschädigt, es kommt zu Muskelkrämpfen und Lähmungen.

Die Impfung wird mittels Kombinationsimpfstoff vorgenommen, da es zu Zeit keinen monovalenten Impfstoff gegen Pertussis gibt.

Nebenwirkungen der Impfung:

Es kann zu schmerzhaften Schwellungen und Rötungen an der Einstichstelle kommen. Auch ein Temperaturanstieg am ersten bis dritten Tag nach der Impfung ist möglich. Zur Linderung können fiebersenkende Zäpfchen verabreicht werden. Selten treten Magen- Darmbeschwerden auf. In ganz seltenen Fällen kann es zu Fieberkrämpfen kommen.

HIB (Haemophilus Influenzae B):

HIB ist eine der schwersten bakteriellen Infektionen der oberen Atemwege. Mögliche Komplikationen wie Hirnhautentzündung oder Kehldeckelentzündung sind im Krankheitsverlauf häufig. Diese können zu großen körperlichen und geistigen Schäden, oder sogar zum Tod führen.

Eine Impfung wird auch hier empfohlen.

Nebenwirkungen:

Es kann zu leichten Rötungen und Schwellungen an der Einstichstelle kommen. Auch ein Temperaturanstieg ist möglich. Häufiger treten diese Nebenwirkungen erst nach der zweiten und dritten Impfung auf.

Polio (Poliomyelitis)

Polio, auch Kinderlähmung ist eine durch Polioviren verursachte Infektionskrankheit, die zu Nervenschäden führt. In der Folge entstehen dann Lähmungen, bis hin zum Tod.

Die Impfung wird als Schluckimpfung verabreicht.

Nebenwirkungen der Impfung:

keine bekannt

MMR (Mumps, Masern, Röteln), neu auch MMRV (Mumps, Maser, Röteln, Varizellen [Windpocken])

Mumps auch Ziegenpeter genannt, ist eine Entzündung der Ohrspeicheldrüse. Diese Entzündung ist sehr schmerzhaft. Begleitende Erkrankungen können Meningitis oder, bei männlichen Personen Hodenentzündungen sein.

Masern ist ein von Fieber begleiteter Hautausschlag. In schweren Fällen droht eine Hirn- oder Lungenentzündung. Der Allgemeinzustand ist erheblich geschwächt.

Bei Röteln treten rote Hautflecken auf. Oft wird diese Erkrankung von Fieber und Lymphknotenschwellung begleitet. In schweren Fällen kann eine Enzephalitis (Gehirnentzündung) die Folge sein. Eine weitere Begleiterscheinung ist eine erhöhte Blutungsneigung. Außerdem kann es zu einer Bronchitis oder Mittelohrentzündung kommen.

Windpocken sind ein stark juckender Hautausschlag mit wässrig klaren Bläschen, der meist von Fieber begleitet wird. In schweren Fällen kann es zu einer Hirn- oder Lungenentzündung führen. Oft bleiben Narben zurück, durch eine Infektion an aufgekratzten Hautstellen.

Nebenwirkungen der Impfung:

Es kann zu leichten schmerzhaften Schwellungen an der Einstichstelle kommen. Selten wurde von einem Temperaturanstieg berichtet. In einigen Fällen, kann es zu einer abgeschwächten Form der Infektionskrankheit am zehnten Tag nach der Impfung kommen. Außerdem wurde von einem seltenen Allergierisiko gegen Neomycin berichtet.

Hepatitis B

Hepatitis B ist eine schwere Infektionskrankheit der Leber. Die auslösenden Viren werden durch Körperflüssigkeiten übertragen, z.B. Speichel, Urin etc. Zum Eindringen der Viren genügen kleinste Haut- oder Schleimhautverletzungen.

Oft unerkannt, entwickelt sich Hepatitis zu einer chronischen Erkrankung, die im weiteren Verlauf die Zerstörung der Leber, z.B. durch Leberzirrhose zur Folge haben kann. Auch eine mögliche Folge kann ein Leberzellkarzinom sein.

An Hepatitis B Erkrankte, können sich auch mit Hepatitis D anstecken.

Um dieses Risiko zu vermeiden impft man gegen Hepatitis B, sogar in Kombination gegen Hepatitis A.

Nebenwirkungen der Impfung:

Selten kommt es zu Rötungen an der Einstichstelle. Sehr selten sind Fieber, Gliederschmerzen und Abgeschlagenheit.

Im folgenden Abschnitt zeigen wir Ihnen mögliche Impfungen auf, die aber längst nicht für alle Kinder in Frage kommen.

Eine mögliche Zusatzimpfung ist die gegen Tuberkulose (TBC). Diese ist tatsächlich nur notwendig, wenn Sie sich mit Ihrem Baby in Ländern aufhalten, in denen es eine hohe Menge an Tuberkuloseerkrankten gibt. Wichtig ist auch zu wissen, dass es bis jetzt kein wirksames Serum gegen diese Krankheit gibt. Gelindert werden können durch eine Impfung nur die Krankheitssymptome. Bester Schutz ist in diesem Fall das Meiden solcher Gegenden.

Eine weitere mögliche Impfung ist die gegen FSME(Frühsommer- Meningoenzephalitis). Diese Impfung wird für Kinder und Erwachsene empfohlen, die in zeckenreichen Gebieten leben. Die Ansteckung erfolgt über den Biss eines “gemeinen Holzbocks”. Die Krankheit verläuft in zwei Schüben, wobei der erste Schub oft sogar unbemerkt bleiben kann. Der zweite Schub ist durchaus gefährlich, so kommt es zu hohem Fieber, Kopfschmerzen, Gehirn- und Gehirnhautentzündung, Gliederschmerzen, Erbrechen bis hin zu Lähmungen.

Es wird empfohlen dreimal hintereinander zu impfen, d.h. die zweite Impfung nach vier Wochen, die dritte innerhalb von neun bis zwölf Monaten. Eine Auffrischung sollte dann alle fünf Jahre erfolgen.

Tipp dazu:

Auch wenn ihr Baby geimpft ist gegen FSME, sollten Sie trotzdem auf Zecken am Körper achten. Von einer Zecke kann auch Borreliose übertragen werden, gegen diese Erkrankung gibt es leider kein Impfserum. Sammeln Sie die Zecke ab, oder entfernen Sie diese mit einer Zeckenzange. Bewahren Sie die Zecke auf und vermerken das Funddatum. Bildet sich nach einiger Zeit ein roter Kreis um die Bissstelle, suchen Sie unverzüglich einen Arzt auf.

Die Nebenwirkungen der FSME- Impfung:

Rötung der Einstichstelle, es kann zu leichtem Fieber kommen, Schüttelfrost, Kopfschmerzen, Muskel- und Gelenkschmerzen, ganz selten sind allergische Reaktionen.

Als letzte mögliche Impfung ist noch die Grippeschutzimpfung anzuführen. Diese Impfung sollte bei herzkranken Babys Anwendung finden. Empfohlen wird gleichzeitig eine Impfung gegen Pneumokokken, da diese Erreger gerade bei Menschen mit geschwächten Immunsystemen leicht eindringen können und schwere Erkrankungen, wie eine Lungenentzündung, auslösen können. Die Verträglichkeit der beiden Impfstoffe ist sehr gut.

Gegen Pocken impft man heutzutage nicht mehr, da diese Krankheit weltweit als ausgerottet gilt.

Tipps bei der Impfung

Wenn Sie sich für eine Impfung Ihres Babys entscheiden, dann können ein paar kleine Tipps den Picks schnell vergessen lassen. Ganz wichtig ist ein einfühlsamer Kinderarzt. Meist sind die Eltern aufgeregter als ihre Kleinen. Der Arzt sollte in Ruhe mit Ihnen das Für und Wider einer Impfung besprechen, er sollte ein offenes Ohr für Ihre Fragen haben.

Babys fühlen sich auf Mamas Arm am wohlsten. Reden sie ruhig mit Ihrem Baby, auch wenn es bei der Impfung weint. Ein Schnuller kann auch beruhigen. Loben Sie Ihr Kind, auch wenn Tränen geflossen sind. Das Lieblingskuscheltier sollte immer beim Arztbesuch dabei sein. Ist das Baby schon älter, kann ein kleines Geschenk schnell über den Picks hinweg trösten. Achten Sie darauf, Fieberzäpfchen vom Arzt aufschreiben zu lassen, da es nach manchen Impfungen zu Fieber kommen kann.

Zum Fieber senken können Sie Wadenwickel machen. Es muss nicht immer gleich ein Fiebersaft gegeben werden. Umwickeln Sie dazu die Waden mit feucht - kalten Umschlägen. Legen Sie dann um jeden Umschlag einen trockenen Umschlag. Wenn der kalte Umschlag deutlich warm geworden ist, wird dieser im kalten Wasser abgekühlt und erneut aufgelegt. Diesen Vorgang können Sie mehrmals wiederholen. Achten Sie darauf, dass Sie eine Zwischenlage (am besten beflockte Gummiauflage) zwischen Zudecke und Matratze legen, damit diese nicht feucht werden. Sollte das Fieber weiter steigen oder noch andere Symtome dazu kommen, suchen Sie umgehend einen Arzt auf.

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